Stille.

25 Jan

b

.
.
Dann zertrümmerte er ihr den Boden unter den Füßen.
Bis ins Mark.

Sie vergaß, wie es ist, zu atmen. Vergaß, wie sich Leben anfühlt. Dann rannte sie. Rannte, rannte um ihr Leben, während sich ihr eine eiskalte Leere ins Blut goss und ihre Haut zerschnitt.

Der Boden zerriss zu Kratern und scharfkantige Schluchten gruben sich ohrenbetäubend in die Tiefe. Sie rannte, blind vor pechschwarzer Kälte. Dann hörte sie ihn flüstern. Als sie sich in verzweifelter Hoffnung zu ihm umdrehte, stürzte sie zu Boden und brach sich das Herz.

22 Antworten zu “Stille.”

  1. Anj Sonntag, 25. Januar , 2009 um 18:26 #

    Wow. Toll geschrieben. Tolle Bilder.

    (und wieder ein Lob für das Bild. Ich komm wzar nicht drauf, was es ist, aber da kommen Sonnenstrahlen durch, ne?)

  2. jens Sonntag, 25. Januar , 2009 um 19:19 #

    Sehr plastisch.
    Ich glaube das beste was ich hier bisher gelesen hab.

    Gib mir mal einen Grund mal wieder nach Berlin zu kommen.

  3. Puppe Sonntag, 25. Januar , 2009 um 20:00 #

    Wunderschön geschrieben. Geht direkt ins Herz.

  4. Magnolia Sonntag, 25. Januar , 2009 um 22:16 #

    Best!! Definitiv!! Sehr bildhaft, sehr plastisch – schön trotz des Inhalts. Aber sehr nah am Leben :-)
    Ich würd sagen in Schulnoten ist das eine “1 + mit *” :-)
    Und nach den Regentropfen komm immer wieder der Sonnenschein – versprochen ;-)

  5. Nummer4 Sonntag, 25. Januar , 2009 um 23:40 #

    Als Lyrik ok, als Prosa… naja, ziemlich grottig ;) nix für ungut, aber “er zertrümmerte den Boden bis ins Mark”… hä?

  6. closingtimeat6am Montag, 26. Januar , 2009 um 0:53 #

    Die Vorstellung machts. Ich hab immer noch lebhafte Bilder vor Augen :)

  7. Richard Synn Montag, 26. Januar , 2009 um 9:08 #

    Dicht!

  8. Anj Montag, 26. Januar , 2009 um 9:35 #

    Nummer4: Naja, sowas ist ja immer auch nicht ganz leicht zu verstehen. Ich erinner mich noch an damals, als ich in der Grundschule war und selbst auch manchmal Texte hatte, bei denen ich “hä?” dachte. Manchmal ist das so. Da fragt man sich doch, warum der Autor / die Autorin nicht so schreibt, dass man versteht, worum es geht, also beispielsweise so “Mit seinen Worten bohrte er ihr ein Messer ins Herz”. Das kennt man, da weiß man, was gemeint ist. Oder warum eigentlich Metaphern verwenden? Die ganze Story wäre viel transparenter, wenn man gleich sagte “Er sagte was doofes und das fand sie gemein und liebte ihn dann nicht mehr.”

    Ani, vielleicht denkste mal drüber nach?!!!

    ;-)

  9. Kassiopaia Montag, 26. Januar , 2009 um 9:49 #

    Ich find’s auch ganz toll geschrieben!

  10. Anika Montag, 26. Januar , 2009 um 11:36 #

    dankeschön für die lieben worte! das ist wunderbar zu lesen.

    jens: es gibt bald wieder ein treffen. steht schon hinter meinen ohren. ich muss es nur noch ein bisschen ausbrüten..

    anj: stimmt, vielleicht sollte ich mich wirklich mal auf den hosenboden setzen und meinen schreibstil überdenken. so geht das ja nicht. ^^

  11. Anj Montag, 26. Januar , 2009 um 13:50 #

    Ani: Bitte bitte Baby, von mir kannste noch was lernen! :-)

  12. F Montag, 26. Januar , 2009 um 20:09 #

    Und was ist das jetzt für ein Bild?

  13. Nummer4 Montag, 26. Januar , 2009 um 20:33 #

    Ich meinte gar nicht, dass es schwer zu verstehen ist. Im Gegenteil, das ist nicht schwer. Schwer verdaulich hingegen sind die überbordenden Metaphern und Analogien. Das ist, wenn man es in einem Gedicht liest, manchmal sehr schön, weil dort ja die Aussagen meist sehr verdichtet sind. In einem Prosatext jedoch ist das, was Du schreibst, ZU verdichtet und daher (abgesehen von einigen schiefen Analogien, daher mein “hä?”) nicht so gut lesbar.
    Dein Text zeigt, dass Du viel Phantasie hast und auch eine gewisse Begabung, mit Sprache umzugehen. Doch finde ich (meine bescheidene persönliche Meinung), Du solltest Dich entscheiden: Prosa oder Lyrik.
    Ist nur eine ehrliche und keine bösgemeinte Kritik! ;)

  14. dietauschlade Montag, 26. Januar , 2009 um 20:42 #

    ich finde diese (ganz furchtbare) situation ganz wunderbar beschrieben!

  15. Anika Montag, 26. Januar , 2009 um 20:48 #

    nummer 4: (was sagt dir, dass dies ein prosatext ist?)
    das freut mich, dass du das so empfindest, denn genau so schwer verdaulich ist es gemeint.

    dietauschlade: danke, das freut (und motiviert) mich sehr :-)

  16. Anika Montag, 26. Januar , 2009 um 23:40 #

    F: das bleibt deiner fantasie überlassen ^^

  17. furchtlos Dienstag, 27. Januar , 2009 um 20:33 #

    Toll! :)

  18. paula Dienstag, 27. Januar , 2009 um 22:12 #

    Toll. Und schmerzverständlich. Und überbordend vielleicht auch,ja.
    So wie Schmerz eben “reinhaut”, um es mal ganz unprosaisch auszudrücken.
    Aber ich empfinde das von Nummer4 gar nicht als Nörgelei. Ist halt seine/ihre Betrachtungsweise, ist doch ok.

    Ich war übrigens wieder sofort drin in der Geschichte, obwohl es gar keine (geworden) ist, aber alles schreit nach einem : Und? Wie geht’s weiter?!?
    Schreibschreibschreib:-)

  19. Anika Dienstag, 27. Januar , 2009 um 22:18 #

    furchtlos: danke :-)

    paula: wer hat denn was von nörgelei geschrieben? finde ich auch nicht.
    und ich schreib ja. schreibschreibschreib…^^

  20. Richard Synn Mittwoch, 28. Januar , 2009 um 8:25 #

    “was sagt dir, dass dies ein prosatext ist?”

    Die Frage war überfällig. Wenn Du sie nicht gestellt hättest, hätte ich’s glaub ich getan ^^

  21. Ursula Montag, 2. Februar , 2009 um 18:52 #

    ok, ich geh jetzt mal ne Runde heulen :-(

    Besser kann man das nicht ausdrücken.

    Ehrlich nicht.

    Schnüff.

  22. Anika Dienstag, 3. Februar , 2009 um 0:19 #

    richard synn: :-)

    ursula: dankeschön. auch, wenn du traurig schreibst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.