
Italien, ein buntbehaustes Dorf. Die Farbe blättert von den halbgeschossenen Fensterläden. Ein paar Balkonpflanzen stehen noch in der Pfütze vom letzten Regenschauer und die Sonne blitzt hinter lila Wolken hervor. Hier und da sitzt eine neugierige Katze oder rollt sich fürs Foto in einem Fischerboot zusammen. Es riecht nach Wiese und Meer.
Die Touristen legen den Kopf in den Nacken und zeigen auf rosa Bettwäsche, weiße Unterhemdchen, gepunktete Schlafhosen oder rote Flauschsocken. Der Wind zupft an einem Kopfkissenbezug und eine Jeans tropft auf den Steinboden. „Wenn man hier wohnt, kann man sein Image über diese Wäscheleinen ja total beeinflussen.“ sagt einer, „Einfach immer mal Latexanzüge und -masken zum Trocknen raushängen.“ Die Wolken ziehen weiter und ein Kichern kullert durch die engen Gassen. Und ein paar Minuten wird noch eifriger als sonst Ausschau gehalten nach Geschichten, die Wäscheleinen erzählen.







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