Ein Sonntagabend im Juli

5 Jul

Es braucht nur sieben Spritzer Spülmittel, drei mal Händeeincremen, zwei Schwämme, dreimal Abtrocknen, zehn Teller, gefühlte einhundert Müslischalen, einen Staubsauger, einen wasserverbrannten Finger, einen nassen Fuß, eine verrostete rostfrei-Reibe, zwei Geschirrtücher, ein Holzbrett, fünf Töpfe, eine kleine Pfanne und vier handvoll Besteck. Das alles nach Haupt- und Nebenrollen verteilt in einer Geschichte vom Eintunken, Auswischen, Abstellen und Abtrocknen, bis man endlich sagen kann:
Sie kenne ich doch irgendwoher. Haben wir uns nicht hier schonmal getroffen? Küche der Name? Aha. Schön, Sie endlich kennenzulernen.
Ich hab ja schon so viel von Ihnen gehört.

9 Antworten zu “Ein Sonntagabend im Juli”

  1. Magnolia Sonntag, 5. Juli , 2009 um 23:37 #

    Ich hab selten so eine hübsch formulierte Selbstkritik gelesen :-)
    Und ich erinnere mich an die Spülstrich-Liste… Vielleicht hättet ihr zwei doch eine Belohnung ausloben sollen, hm?! ;-)
    Ihr schafft das schon!! :-)

  2. Kassiopaia Montag, 6. Juli , 2009 um 16:56 #

    Ha! Da haben wir wohl Sonntag das gleiche gemacht, ich näherte mich den geschirrberg allerdings schon am Mittag. Egal, auch meiner ist weg!

  3. Mario Montag, 6. Juli , 2009 um 20:12 #

    Viele Monate ohne Wort, Jahre mit wenig Blick, kein Erhören des schwarz-weißen Gespanns, kein Bestaunen des momentanen Seins, hohes Potential schlechten Gewissens. Haben wir uns nicht DORT schonmal getroffen? Säumiger Dresdner der Name? Aha. Schon viel von dir gehört.

    In diesem Sinne…ich hoffe auf bald mal wieder ;-)

  4. paula Dienstag, 7. Juli , 2009 um 16:32 #

    man kann ja nicht ALLE bekanntschaften INTENSIV pflegen oder?
    gibt ja auch noch andere hobbys…:-)

  5. Stirli Dienstag, 7. Juli , 2009 um 18:03 #

    hi Paula,
    nein, natürlich nicht, aber so weit liegen die städte ja nun nicht auseinander, man könnte es schon einmal im jahr schaffen bzw. mal ein paar sinnvolle worte auf eine postkarte schreiben. es ist ja nicht so, dass ich nicht mehr schlafen könnte, aber schade ist’s allemal ;-).

  6. ani*ka Dienstag, 7. Juli , 2009 um 18:41 #

    kassio: high five!

    mario: ja, ich hoffe auch. bald bald flüsterts im hinterkopf. und berlinist auch nicht weit :)
    und ich glaube nicht, dass paula dich gemeint hat, sondern das abwaschen. (?)

  7. Stirli Mittwoch, 8. Juli , 2009 um 0:01 #

    @anika: “ich glaube nicht, dass paula dich gemeint hat, sondern das abwaschen”…stand ich wohl auf’m schlauch :-)

  8. paula Mittwoch, 8. Juli , 2009 um 7:20 #

    jou-so isses, hab mich aber über “post” gefreut :-)

  9. Anj Mittwoch, 15. Juli , 2009 um 18:37 #

    Hihi, ja, ab und zu sieht man sie doch. Sie sollte öfter zu Besuch kommen. :-)

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