
alle, die schonmal weg waren können hier aufhören zu lesen, denn es kommt nichts interessant erleuchtend-neues.
alle anderen, oder die, bei denen es schon zu lange her ist, bitte schön. einmal mitseufzen bitte.
mensch, ist das anstrengend.
du merkst gar nicht, wie eingespielt du doch bist, in deiner heimat, deiner stadt, deiner sprache, deinem bezirk, deinem zimmer.
und plötzlich packst du die sachen und denkst, mensch schön so eine abwechslung, endlich mal raus hier, aber endlich mal raus hier heißt auch weg vom fenster. ab in die erste klasse. das erste mal neu sein. das erste mal sich doof fühlen beim einkaufen, weil man es wieder nicht verstanden hat. neuanfangen. neuintegrieren. neu fingernachfreundenaustrecken und festhalten. neu das kopiersystem der uni verstehen (!) oder eben daran verzweifeln, neu die schnellsten wege finden, neu den schreibtisch organisieren ohne das praktische blumen-pappteil, das man schon seit ewigkeiten zuhause rumstehen hat, und dem man ohne zu zucken tschüsselchen gewunken hat und das man hier jetzt schmerzlichst vermisst, denn du ertrinkst in blätterstapeln. ungelocht im übrigen noch dazu, denn jedes land scheint so seine eigenen vorlieben zu haben. hier sind es ungelochte papierblöcke. und du kommst dir komisch vor, weil du überhaupt darüber nachdenkst und jammerst, aber es sind so viele, so kleine, viele -igkeiten, die neu sind, dass du manchmal dich in dein bett verkriechen willst und deinem ordnersystem zuhause heiße liebesbriefe schickst, ebenso den drogeriemärkten und den videotheken, die nicht 4,80 von dir pro tag verlangen. und dann kannst du deinen jammer noch nicht mal dramatisch in alkohol ertrinken, weil es verdammt noch mal zu teuer ist. nicht, dass du je etwas in alkohol ertränkt hättest, aber die möglichkeit hättest bitteschön du dann doch ganz gerne.
also ziehst du dir einmal pro zwei wochen die bettdecke über den kopf, lutschst dir mit der milkaluftschokolade von zuhause den jammer von der zunge und liest in deinem deutschen pferdebuch weiter das heimweh aus dem herzen und das fernweh hinein.
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//gelernt: garfield heißt hier gustav.
und das gefühl, dass du mal sagen wolltest: deutschland ist schon ganz okay – jedenfalls aus der ferne betrachtet.
//angewandt: ziemlich viele „in deutschland ist das so“satzanfänge.
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(deutschland)
wer sagt was