Archiv | August, 2010

ich geh mal aufs dach, mich ins gras legen

31 Aug

übergangslebenalltag – leinenlos

29 Aug


trocknet auch super. und so hat man gleich ein schwarzlicht.
(norwegersocken. )

sverige retrospektive I

27 Aug

im winter anzukommen, war vielleicht nicht die brillianteste idee. so vermehrt sich das heimweh nach der anfänglichen aufregung ganz wunderbar mit den kälteschocks, die einem beim verlassen des hauses von den zehen in die nase kriechen.
da keine anderen schuharten der wucht an schnee und schmelzendem schnee  standhalten konnten, habe ich die ersten monate mit erstehilfemaßnahmen wie gummistiefel kaufen, thermosocken hamstern und wärmflaschen geschickt bekommen verbracht. und die monate danach. und die danach. und die danach.
ja, der winter war zu lang.

kühlschrankdrinnen

24 Aug

sie wird ganz ruhig, wenn jemand ihn zum lachen bringt.
es war nur etwas über schottenröcke und mehr trinkgelder. ein satz, der stille füllt.
und schon hat man sich einen blick eingefangen.
in die seite gebohrt, zwischen die rippen.
sie zieht sich erst auf arbeit um. vorher in engen jeans eine runde durch die küche.
klar, das muss so. manchmal muss man sich die beine eben ein bisschen vertreten. gerade, wenn man 20 minuten auto gefahren ist, zur arbeit. das ist ganz schön anstrengend.
da muss man manchmal eben eine küchenrunde drehen. und weil es so eng ist an manchen stellen in der küche, muss man sich eng an manchen vorbeidrehen.

:
er folgt ihr jedes mal in den großen küchenkühlschrank und beide bleiben ein wenig länger drin, als man braucht um die butter aufzufüllen in den flechtkörbchen. vielleicht nehmen sie sich ja besonders viel zeit bei der butter und gucken sich zusammen jedes einzelne 12g-päckchen an, gucken sich an. vielleicht muss sie ihn auch immer wieder fragen, welches nun die butter und welches die margerine ist. vielleicht fällt ihr immer etwas runter, das sie dann erst wieder aufheben muss.
vielleicht muss er das körbchen erst flechten. ihr körbchen.
vielleicht ist alles ganz anders.
vielleicht.

aber die augen muss man nicht zukneifen. man kann sie gut hinter ihren rücken verdrehen. denn hinter ihren rücken wacht die kühlschranktür.
die butter ist heute aber oft alle.

gestatten I

22 Aug

beim hallosagen schiebt er sich ganz nah an mich ran und hält seine nase gegen meine.
dann blickt er mir kurz in die augen und wendet sich wieder seinem garten zu.
am liebsten mag er kleeblattblüten, die ganz pinken. anfassen muss nicht unbedingt sein, aber für eine scheibe brot lässt er sich auch mal gnädig von vibeke am hals kraulen. vibeke mag er sehr, geht mit ihr gern auf wandertour und kann dann so 50 kilo tragen. er ist er norweger und…

(weiterlesen…)

so soll es sein, so wars erdacht

19 Aug

ein bild aus der welt einer neunjährigen
als frischer hoffnungschimmer für unsere ergraute erfahrenswelt.

setzen wir ihr nicht unsere bilder vor die nase und hoffen, dass sie recht behält am ende.
wenn es immer so einfach wäre.
so soll es sein.
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titel: tomte
bild: leni

nach dem sprung ist auf dem sprung

3 Aug

es wird ein tränenreicher abschied. mit schluchzern, die im bauch widerhallen, verweinten, aufgequollenen rotaugen und letzten sehnsuchtsvollen abschiedsküssen die kein ende nehmen. ach, die junge liebe, werden passantInnen seufzen und an ihre ersten jahre denken. die ersten monate, tage. die erste nicht zusammen verbrachte zeit, die wie ein endloses moloch erschien.
doch am ende kehrte die verreiste immer wieder zurück und man lag sich mit noch größeren schluchzern wieder in den vereinten armen.

auch wir werden uns wieder sehen, nachdem wir unser kurzes zusammenglück kaum fassen konnten und nun schon wieder aus unserer umarmung gezerrt werden. du bleibst, ich muss wieder losziehen in den norden. das geld verdienen, mit dem ich dich verwöhnen kann, füttern und aushalten.
adieu, denk an mich und brich nicht zu viele herzen.
ich werde von dir träumen, liebstes.

tschüssikowski mein berlin,
bis bald.

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