Archiv | September, 2010

losflattrn

29 Sep

flattr ist ein tolles ding. nicht nur weil es sich so schön anhört und man so offensichtliche wortspielchen damit anstellen kann, sondern weil es uns endlich eine möglichkeit gibt, geburtstagskuchenstückchen zu bekommen und zu verteilen – das ganze jahr über.
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oder anders gesagt: endlich kann man internetsachen, die man mag, per klick unterstützen oder unterstützt werden.
ich weiß nicht, ob das hier so ganz großartig funktionieren wird, aber mal schauen. experimentieren wir einfach ein bisschen.
ich mach einfach mal den anfang und ab jetzt gibt es hier kleine giftgrüne buttons, die man drücken darf.
:

wie man das ganz genau versteht, seht ihr wenn das video angeht.


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made in china

26 Sep

es war einmal
eine made in china.

sie lebte glücklich von t-shirt-schniepeln
und machte aus äpfeln mus.

zwischen mahlzeiten

23 Sep

am personalessenstisch. es gibt hühnchen, gebackenes gemüse und kartoffeln.
mir gegenüber die neunjährige kleine aus bulgarien, ihr teller gemüse- und kartoffelfrei, sie mit einer hähnchenkeule in der hand. in der keule ein großes fehlendes stück, das gerade in ihrem mund verschwindet.
„i really love animals. i do.“ schafft sie kauend zu erzählen. mir kommt in den sinn, wie sie jeder katze nachjagt, jeden hasen an die nase stupst und im internet süße kätzchenvideos hoch und runter schaut.
„but“ knabbert sie hingebungsvoll weiter an ihrer hähnchenkeule
„they are just too delicious.“

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(eine sekunde später: die gesamte bulgarische, norwegische, litauische und polnische tischbesatzung schaut plötzlich zu der großen deutschen, die fast vom stuhl rutscht und „ohmeingottwoistmeinstiftwoistmeinstift
verdammtgenaujetztichhabnatürlichkeinenstiftdabeiichbraucheinenstift
!“ lachtränt)


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knallrosa orange

18 Sep


ein spaziergang durchs norwegische hochlandmoos beschert einem dank gummistiefel keine nassen füße, dafür ein wieaufwolkenlaufgefühl und einen tiefen blick in herbsts farbtopf.

samstags

18 Sep

eigentlich würde hier jetzt ein lustiger, informativer und geistreicher artikel – naja, auf jeden fall ein artikel – über milchklauende ältere frauen stehen.
eine ganz bestimmte noch nicht so alte frau darf allerdings heute auch mal alt spielen und um elf nach einem netten samstagsfrühstück wieder ins bett kriechen.
ja, so ist das mit den älteren frauen. immer nur schlafen und dann auch noch milch klauen.
ach ja, der milchklau. das, liebe kinder, erzählen wir euch ein anderes mal.
mein heute besteht heute nämlich nicht aus nicht einen, sondern gleich zwei mittagsschläfchen.
ich liebe freie tage.

what I learned in sweden

14 Sep

a list inspired by my american friend arielle, whom i met in sweden.
(and for her i tried to write in english.
now all you have to do is not to laugh too hard about my trial.)
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_______:

1. not so much swedish (my course started 3 months after i arrived, so the sentences that i really rock are „i’d like a burger without ketchup“, „yes, i’d like a bag please“ and „can you say that again please?“) but lots of english.

2.  most people you get to know are not from sweden.

3. actually there are a lot from germany.

4. a lot.

(4.1. i’m surprised, they don’t have aldi there by now)

5. swedes eat the most candy in the world. although they don’t look like it.

6. swedes think, berlin is heaven because you can buy alcohol everywhere and not only in special shops (that close at 6 pm in Lund).

7. yeah, berlin IS heaven!

8. appearantly, i know more about american (tv- and film-) culture than certain americans.

9. to survive in winter, you HAVE to buy rain boots  if you don’t own  very very very expensive winter boots, that can handle knee deep snow and very very very wet streets.

10. the camping sites in skåne are actually not camping sides, but little homey meadows in how-i-pictured-ireland-nature.

11.swedes dream about their holidays in darlana.

12. with good reason! *

13. the time, swedish-teachers talk about „fika“ (drinking coffee) and „let’s have fika“, will show you who is german. (the ones that lay under their tables and can’t stop giggeling like 5-year olds at the sight of their older sister kissing the neighbor boy)

14. vampire diaries is a good giggeling reason too.. and have to weekly pizza!

(14.1. oh the pizza! the kebab pizza is as deliciously disgusting as it sounds)

15. roasting marshmellows is the right reason to have barbecue three, four times a week.

16. there are no stores open after 6 p.m. in lund.

17. except for the big grocery stores – they even open on sundays.

18. Lund has one very big plus. (see 17)

19. if you say you are from berlin, you get a lot more smiles as if  you are from germany. (see 6.)

20. you can join a swedish writing circle, even if you don’t understand swedish so well.

21. it only takes one choklad boll (chocolate balls made out of butter and cocoa and butter and sugar) to kill you.

22. or you split it between your six friends and have stomache ache for only two hours.

23. ironically you have to get up early for the brunches they have in nations. because everybody will be there and first come first eat (everything).

24.  so you have to get up early for the brunches. they are awesome.

25. there is a choir on every corner in lund.

26. midsommar is a great time to eat strawberry cream cake, sit around with your friends, go swimming and play cards until late at night.

27. feels like victoria and daniel have more german fans than swedish ones. everybody i told, i was going to the wedding just wrinkle their noses and grinned „ah, the germans.“

28. stockholm is very crowded when victoria and daniel get married.

29. i saw her hand! i saw the princess’ hand waving at me!

30. sometimes you get a little crazy when it comes to swedish princesses.

31. my tounge still dreams about the polkagris with the flavor „sour“.

32. an exchange semester in lund is great to make friends all over the world.

33. sweden is a nice place for vacation, an affair for maybe a month.

33. berlin is a great place to be at home.

35. berlin is my love.

(36. and vancouver.)

(37. and the word ‘fika’)

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*

bewerbungsgedankenspiele

11 Sep

gefordert ist soziales engagement.
ob da auch zählt, dass ich hier immer mein lieblingslama mit kleeblattblütensträußchen überrasche?
oder dass ich dem einzigen kind hier ordentlichen filmgeschmack anerziehe? (yes, dirty dancing!)
oder dass ich immer besonders aufmunternd lächele, wenn eines der älteren pärchen die tanzfläche rockt?
oder dass ich mir selbst eine gute seelenpflege durch amfeuersitzen und filme gucken bescheinigen kann?
oder dass ich alle immer auf den pinken abendhimmel und morgennebelschwaden aufmerksam mache?
oder dass ich einmal die zwei draußen stehengelassenen tassen in die küche gebracht habe, obwohl ich gar nicht schicht hatte? (wow!)

ich denke schon.
ich fang gleich mal an, meinen lebenslauf zu überarbeiten.

rasenmäher, biologisch abbaubar

6 Sep


lieferbar mit glockenton hell, dunkel oder blechern.

wenn der kopf

4 Sep

brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brumm brummt.

die tücher aus dem ihre träume sind

2 Sep

mit offenem mund und verzücktem blick kann bei adele enersen man betrachten, was eine mama mit talent alles mit ihrer tochter anstellen kann. während diese mittagschläft.
in der zeit erschafft adele ganz flink die träume ihrer tochter um sie herum. goßartig!

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sverige retrospektive II

1 Sep




hatte ich schon erwähnt, dass der winter furchtbar lang war?
er war furchtbar. lang.
selbst durchschnittsmenschen mit durchschnittsfrierschwelle war die zeit in frotig lund – hinter den sieben eiswehen, bei den blaugefrorenen zehen – nervig. also kann man sich vorstellen, wie es war es für jemanden wie mich, die ohne zwei strumpfhosen und jeans gar nicht erst den fuß durch die tür schiebt.
und was macht man, wenn man den winter nicht wegfluchen kann oder tickets für zwei monate südafrika hat?
man sagt jetzt erst recht und fährt in den winterurlaub. und versucht, auf snowboards stehen zu bleiben; sich nicht von den kleinen dreijährigen rotznasen entmutigen zu lassen, die lässig an einem vorbeikurven. den schnuller noch im mund.

ob mir mein ständiges im-schnee-liegen und po-nass-werden, blaue-flecken-pusten, der schlimmste muskelkater aller zeiten und schneeklümpchen-im-nacken-sammeln allerdings dazu verholfen hat, den winter doch noch lieben zu lernen, das lasse ich hier mal zur spekulation offen.

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p.s. eine meiner winterbeendungstheorien, den schnee einfach wegaufzuessen, hat sich leider auch nicht bewährt.
(dabei hatte ich weiß gott of die möglichkeit. immer voran mit dem gesicht in den schnee. )

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