Das hab‘ ich nun davon


Da war ich doch gestern vorbildich nach Sonennuntergang, da erst dann aufgrund des Temperaturabfalls möglich, mit meinem Bruder eine große Runde Laufen gewesen (durch die Gartenanlage, um die Felder rum, bei den Büffeln lang und an den Pferden vorbei und dann zurück durch das Wäldchen, wieder am Feld entlang und durch die Gartenanlage nach Hause…^^).

Wahnsinn, weil es erstens seit langer langer Zeit mal wieder echte Bewegung für meinen sommermattigkeitsgeschädigten Körper bedeutete und ich zweitens eigentlich schon sehr k.o. war, einfach, weil ich an dem Tag schon Treppen gestiegen bin und so weiter…

Naja, jedenfalls hat sich dann nachher ein ziemlich schönes Glücksgefühl breit gemacht, weil ich, ja ich geb’s zu, stolz auf mich war, dass ich das geschafft habe, ohne zu kollabierend am Feldrand zu liegen…

Heute kam dann unweigerlich natürlich die Rechnung meines verärgerten Körpers, der meint, er habe ein Recht auf Faulheit: Muskelkatzen überall, allerdings glücklicherweise nicht allzu schlimm. Dafür haben sich auch meine geschädigten Bänder im Fuß gemeldet, die wollten auch mal wieder zu Wort kommen…

Ja, heute hab‘ ich dann gleich versucht, den Vorsatz, nun jeden Tag ein wenig zu Laufen, einzuhalten und bin auch gleich, als ich vom Kino und am Seerumspazieren und Eisessen wiedergekommen bin, in die Laufschuhe geschlüpft und noch schnell losgelaufen.

Jetzt kam es aber postwendend: die Bänderschmerzen sind schlimmer geworden. Na toll, da will ich einmal was Gutes tun und dann sowas. Altersbeschwerden oder wasweißich.

Mal schaun, wer letztendlich den Kampf gewinnt, mein Körper, der mit fiesen Tricks spielt und aus dem Hinterhalt zuschlägt, oder ich, die die geschundenen Stellen jetzt einfach ganz gemein mit Salbe einschmieren und dabei komische Zauberformeln murmeln werde….

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Ein Gedanke zu “Das hab‘ ich nun davon

  1. ani, ich glaube langsam kommst du/ kommen wir in das alter, wo wir uns häufiger über unseren Körper und seine Zipperlein unterhalten werden, als über die Schönheit des lebens an sich. Wir werden die Konversationen über die frechheiten der Politiker vernachlässigen, nicht mehr darüber meckern, dass wir wie immer zu wenig Geld im Porteminaie haben oder dass der Cousin der Nachbarin schon wieder ’ne Neue hat, mit der er dauernd Vanillepuddung kocht und der Geruch die Nachbarin schon ganz kirre macht.
    Ja Ani, alles wird reduziert auf die Gebrechen, die das Alter so mit sich bringt. Ich glaube, daran müssen wir uns wohl gewöhnen. …

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