Liebessuchender am Bordstein

Dies hier ist mir vor einiger Zeit mal an der Schönhauser Alle ins Auge gesprungen. Ein verzweifelter Schrei nach Liebe? Ein Scherz? Ich jedenfalls wusste nicht, ob ich lachen, oder weinen sollte. Ich hab’s dann einfach erstmal fotografiert und mich bis jetzt nicht eintscheiden können.

suche_love2.jpg

Gespannt wäre ich natürlich, wer sich da -auf diese Suchanzeige nach der wahren Liebe auf dem Gehweg, so einfach ist das also- gemeldet hat und wie die Lovestory ausgegangen ist. Falls jemand mehr weiß, bzw. jetzt an den Ampelpfählen Hochzeitseinladungen -aber natürlich nur für die aufrichtigen Gäste- gesichtet hat, würde ich mich freuen, davon zu erfahren;-)

——Musikalisches Fazit—–
Schick „Love“ an die 73789 und Du wirst glücklich sein
[Silbermond– Schick „Love“]

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24 Gedanken zu “Liebessuchender am Bordstein

  1. „Gespannt wäre ich natürlich, wer sich da […] gemeldet hat“

    Vielleicht musst du erst selbst solche Zettel aushängen, um zu erfahren, wer sich da so meldet. Und wer weiß, vielleicht ist obiger Zettel genau so entstanden…

  2. Eine SMS schreiben „.Name : Love“? Hmm… also das finde ich dann doch etwas suspekt. Ansonsten finde ich eine solche Anzeige ziemlich tapfer. Manchmal, wenn mir dieser Anflug von Selbstmitleid erlaubt sei, würde ich auch gerne ähnliche Pamplethe an Bäume tackern. Aber ich bezweifel, dass der Erfolg groß wäre. Ein paar Kids die mir dann doofe SMSe schreiben würden, vielleicht ein Blogger, der das Ding ins Netz stellt. Aber eine Frau, zumal noch eine die mir gefällt? Hmm …

    … dann doch lieber virtuell irgendwo eine solches Schreiben an die Litfasssäule kleben. Das ist zwar im Grunde das Selbe, nur mittlerweile etabliert und für alle Beteiligten „voll in Ordnung“.

    Außerdem verhalten sich Frauen in punkto Paarung eh so aktiv wie ein Hinkelstein. Die warten solange auf ihren Obelix, bis der diese davon trägt. :P

  3. So einfach soll das gehen? Und ich lerne die ganzen Kennenlernfeinheiten auswendig?

    Meine persönliche Erfahrung ist, daß man beim Suchen sowieso niemanden findet. Es passiert einfach..naja Rausgehen hilft schon :-)

  4. Also in der Uni hing mal ein Zettel, da hat sich son Typ angeboten, kostenlos auf Partys zu strippen… Hm, wir haben dann aus Spaß mal ein paar Telefonnummern abgerissen, das sollte andere ermutigen, dies auch zu tun. Die denken dann bestimmt: „Naja, die Anzeige kommt mir komisch vor, aber cool wärs schon irgendwie… Ach und außerdem haben die anderen es auch gemacht, dann kann ich ja auch zuschlagen.“
    Und der Typ hat sich bestimmt gefreut, dass so viele Nummer schon abgerissen wurden und hat sich später gewundert, warum keiner anruft…

  5. ja, Henning, das ist eben auch eine Theorie von mir, aber so richtig wird sich das wohl nie aufklären lassen, es sei denn es meldet sich jemand von euch freiwillig dort;-)

    an Impi: Das findest Du tapfer? Nun ja, bei Anhängen musste er tapfer sein. Aber ansonsten ist das doch das -sorry- feigste, was mensch tun kann. Viel mutiger und effektiver finde ich auch, wie Paul schreibt, einfach mal rausgehen. und dann jemanden anquatschen. Das ist gar nicht so schwer, wie es klingt und die beißen meistens auch wirklich nicht, die anderen Menschen!^^
    Hm, Deine These von wegen Frauen warten auf ihren Obelix kann ich persönlich nicht belegen. Ich denke auch, dass es da so einige männliche Wesen gibt, die darauf warten, dass die Prinzessin von allein erwacht und sich ihnen kussbereit in den Weg stellt. Egal wie, das ist von beiden Seiten nie toll. Also einfach mal ein bisschen offenäugiger durch die Gegend rennen und ansprechbar wirken bzw. es selbst tun. Für eine glücklichere Welt!;-)

    Also Paul, ja, so einfach ist das. Wusstest Du das nicht? So hat bisher noch jede Ehe geklappt.*g* Was kann mensch denn so für Kennenlernfeinheiten auswendiglernen? Gibt’s da ein Internetportal für, oder ist es eher ein in der Familie von Generation zu Generation weitervererbtes altes Lexikon des Datens?^^
    Hm, ja ich kenne diesen Spruch auch, dass es immer dann passiert, wenn mensch nicht dran denkt. Allerdings finde ich das auch blöd. Denn wenn mich jemand anspricht, und umgekehrt, ist das dann nicht auch Suchen?
    Und das wird ja wohl nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein…hoffe ich doch mal.

    Und Anj: Das Coolste wäre doch aber gewesen, wenn ihr da mal selbst angerufen hättet. Ach, na können wir ja immer noch. Schließlich ist ja bald Weihnachten und so…*g*

  6. Ich muss zugeben, ich bin eher der Typ Hinkelstein wird von Obelix zärtlich in (oder auf?) den Arm genommen. Das mit dem Rausgehen ist immer ein gut gemeinter Rat. „Ja, du sitzt ja schon gar nicht immer nur zu Hause, da verstehe ich gar nicht, warum du keinen Freund hast!?“ Ja danke, ich doch auch nicht. Wahrscheinlich renne ich immer mit Tunnelblick rum und sehe nicht, wenn mich jemand schräg von links anquatschen will oder der Bonbon in meinem Mund hat mir denselbigen zugeklebt, sodass ich keinen Typen anquatschen kann. Was weiß ich.
    Meiner Meinung nach ist es aber auch schon ziemlich verzweifelt, wenn man Flugblättchen verteilt. Mir würde dafür eh kein Text einfallen. Fisch sucht Fahrad? Süße Maus sucht Kuschelbär für gemeinsame Stunden? Erni sucht Bert? Micky sucht Maus? Nö, da gehe ich doch lieber mal „raus“ und genieße den Mief der Stadt oder der Lokalität, in der ich mich befinde und warte auf das Licht am Ende des Tunnels.

  7. Rausgehen? Nunja, dann setze ich halt ein paar Schritte vor meine Haustür oder laufe ziellos durch die Stadt. Ich glaube ja nicht an dieses „einfach mal machen“-Gequatsche (sorry): Ich denke, die meisten Päärchen finden sich, weil man eh in einer gemeinsamen Peergroup, Arbeit oder Schulklasse rumrennt. Dann halt das alte Spiel mit der Eroberung (und ihr Frauen wollt erobert bzw wie ein Hinkelstein aufgelesen werden, gebts doch einfach zu :D).

    In sofern finde ich es schon mutig solche Zettel aufzuhängen. Immerhin denkt sich jede Zweite die daran vorbeigeht: „Oh mein Gott, wie verzweifelt muss dieser Typ sein.“ Und kichert dabei in ihr Fäustchen.

    So … hab ich genug gestänkert? :D

  8. Ich denke auch, dass die weingstens zusammenkamen, weil einer der beiden den anderen mal so inner Bar angequatscht oder in der Disco angetanzt hat. Da stimm ich Impi zu, die meisten Beziehungen haben sich bestimmt aus der gemeinsamen Schulzeit, Unizeit, Ausbildungszeit etc. ergeben. Im Job wirds da schon schwieriger. Ach so, und noch ein Faktor, der ja immer beliebter wird, ist das kennenlernen übers Internet. Das kann natürlich auch funktionieren und es gibt sicherlich immer mehr Pärchen, die ihre Beziehung dem www zu verdanken haben.

  9. Ich kann Anj da nur zustimmen. Ich hab übrigens meine letzte Beziehung über’s Internet kennen gelernt. Erst per ICQ über jemand anderes, dann viel telefoniert, getroffen, gute 2,5 Jahre Beziehung – so bin ich übrigens nach Baden-Württemberg gekommen.

  10. ja, Claudi: zusammengefasst spielst Du also Hinkelstein. ABER in der Öffentlichkeit. Das ist doch schon was. So von der Sache her: einfach stoisch in ein Café setzten, und warten. Da kommen ja immerhin schon mehr Typen vorbei, als an der Wohnzimmercouch…;-)

    Impi: tja, na, wenn wir Frauen erobert werden wollen, dann viel Spaß beim Erobern. Und viel Glück. Denn dann musst Du ja, wenn Du Dich zu den Männern zählst (mensch kann ja auch weder noch, aber das hier nur mal am Rande^^), raus in die weite Flur und aktiv werden. Oder Du machst es, wie ich es Claudi vorgeschlagen habe und wartest halt auch. Aber draußen.*g*
    Oder eben virtuelle Aushängezettelchen, wobei ich da doch wieder „back to the roots“-mäßig lieber gleich persönlich Leute kennenlerne.
    Aber klar, das ist ja nicht immer jedem/r möglich, das weiß ich auch. Aber es gibt ja nun mal auch in der Realität solche Plätze, wo mensch auf mehrere Artgenossen trifft, als daheim vorm PC.
    Die Schüchternen bevölkern dann das Internet…*g*
    Nein, Scherz, das ist bestimmt ein totales Vorurteil. Ich habe auch mal gelesen, dass nach einer Studie zufolge die Menschen, die Kontaktanzeigen aufgeben meist attraktiver, erfolgreicher (Beruf) und größer sind, als der Durchschnitt. Na, wenn das nicht Mut macht!^^

    Henning: ja, klar, so geht das eben auch. Zuerst miteinander zu telefonieren, bevor mensch sich gesehen hat, finde ich übrigens auch total interessant und mensch baut gleich ein paar Hemmungen ab, weil es am Telefon irgendwie immer intimer zugeht. Allerdings sind dann die Hemmungen beim ersten richtigen Treffe umso größer, würde ich mal schätzen. Wenn mensch sich dann nämlich auch plötzlich sieht…hm, oder umgekehrt, fällt mir gerade ein. Gute Frage eigentlich. Wirds durchs telefonieren schwieriger oder leichter, sich locker von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten?Hm.

  11. Über’s Telefon lernt man sich sehr gut kennen und man ist nicht durch Äußerlichkeiten abgelenkt. In dem Fall waren es etwa zwei Monate telefonieren, nach einiger Zeit dann täglich. Beim ersten Treffen sind wir uns sofort um den Hals gefallen und der erste Kuss dauert auch nicht lange.

    Ich glaube, dass es durch Telefonieren einfacher wird. Voraussetzung ist natürlich immer, dass man so ist, wie man ist und sich nicht verstellt. Das gilt natürlich auch für Fotos, denn es ist – unabhängig von „gut“ oder „schlecht“ aussehen – nicht die beste Ausgangslage, wenn er/sie dann plötzlich ganz anders aussieht als man von den Fotos (womöglich sogar nur einem) erwartet hatte.

    Hab übrigens auch schon ganz normale Freunde über’s Netz kennen gelernt.

  12. Och, wie romaaaaaaaaaaaaaantisch! *seufz*
    Ja, auch ich hab mla jemanden übers Internet kennengelernt, von daher weiß ich, dass es funktionieren kann.
    Hm klar, Frauen wollen erobert werden, das macht schon irgendwie Spaß. Aber eigentlich wär ich als Frau (die ich ja auch bin, glaub ich) schon froh, überhaupt angesprochen zu werden und zwar von jemandem, den ich auch sympathisch und – naja – attraktiv finde (das gehört nun mla dazu). Die Erobertour wäre da natürlich das Sahnehäubchen, aber man ist ja schon froh, wenn e Schritt eins überhaupt gibt.

  13. Kommt drauf an, was man unter erobern versteht… Und wieso klingt man verzweifelt, wenn man erobert werden will? Wie gesagt, das ganze Denken und Handen ist natürlich nicht darauf ausgerichtet, weil das in den seltensten Fällen vorkommt. Im nOmralfall arbeiten ja beide Partner an ihrem Zusammenkommen.
    Tja… was heißt es eigentlich, erobert zu werden?

  14. mit verzweifelt meinte ich nur die „ach, ich lerne keinen kennen“ bzw. „es ist so schwer“ Bemerkungen. Das allerdings natürlich nicht böse gemeint, sondern so: ;-)
    Denn irgendwie hat das hier ja jede_r in gewisser Weise geschrieben.
    Erobert (zu) werden heißt für mich, dass der eine Mensch den anderen umwirbt und schließlich die Zuneigung des Objekts der Begierde gewinnt…um es mal ganz neumodisch auszudrücken…^^

  15. Erobern bedeutet für mich, dass einer von beiden anfangs eher neutral bis abgeneigt ist und der andere sich ins Zeug legen muss, sie/ihn eben zu erobern. Also genau das Gegenteil von dem, was Anj meinte mit „beide arbeiten an ihrem Zusammenkommen“. Ich bin eher Fan von letzterem. Ganz klar.

  16. Erobern kann man aber auch, wenn der andere weder neutral noch abgeneigt ist, sndern wenn der einfach unsicher ist. Zwar nicht abgeneigt, aber unsicher. Da sind Eroberungsversuche natürlich sehr süß. Oder nervig. Man läuft natürlich Gefahr, dem anderen auf den Sack zu gehen. Und wer kann schon selbst so gut entscheiden, was er gerade dem anderen antut? Nervt es ihn oder schmeichelt es ihm? Eine schwierige Frage. Da hätte man (frau, mensch, anj) doch gern ne Antwort…

  17. Nee, so, noch direkter: Duuuuhuuu, geh ich dir eigentlich aufn Sack, ey oder fühlst du dich von meiner dir gewidmeten Aufmerksamkeit geschmeichelt? Oder isses dir völlig egal?

    Nee, das frag ich nicht, äh, ich mein natürlich, das fragt man, frau, mensch, anj nicht…

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