Neulich in der Phonetikvorlesung II (letzter Teil)

Kommen wir nun zum letzten Teil der Hin-und-Her-Geschichte zwischen Jette (ihre geistigen Ergüsse sind kursiv gedruckt) und mir…Und wie immer fangen wir mit dem Schluss des vorigen Teils an. Hier nocheinmal der letzte Satz:


Eine schon leicht angegraute Schwester schlurft ins Zimmer und fragt
“Was jibt dit denn?”

„Gute Frau, hätten sie vielleicht einen Kaffee für mich?“
„Aber klar doch. Bring ick Ihnen in fünf Minuten.“

Komisch, das ging irgendwie zu leicht. Als der Kaffee auf meinem Nachttisch steht, weiß ich auch, warum. Der Kaffe war entsetzlich grün und roch eher nach Pfefferminz, als nach allem anderen. Empört klingle ich nach der Schwester und wollte ihr schon das Gesöff entgegen schmeißen, als ich plötzlich einen verlockenden Geruch in der Nase habe. Der kommt aus dem Schwesternzimmer nebenan. Ich beschließe, das Klingeln sein zu lassen und einen letzten Versuch zu starten, um aus dem Bett zu kommen.

Mit einem verzweifelten letzen Kraftaufwand schwinge ich meine Beine über die Bettkante. Ob ich wohl stehen kann? Ich stütze ich gleichzeitig an der Wand und dem Nachttischchen ab und stehe tatsächlich auf zitternden, aber bis jetzt noch nicht nachgebenden Beinen. Meine Erlösung steht hinter der Tür. Krücken. Ich schnappe sie mir und fühle mich nun endgültig, wie ich in 20 Jahren aussehen werde – alt.

Aber der Duft scheint ungeahnte Kräfte zu wecken und irgendwie schaffe ich es zum Zimmer der Begierde. Als ich die Kaffeemaschine entdecke, und dem schwarzglänzenden Tropfen zuschaue, wie sie in der vollen Glaskanne Kreise erzeugen.

Da ist es um mich geschehe. Ich lasse die Krücken fallen und humple das letzte Stück allein zu meiner Erlösung. Ich schnappe mir eine Tasse, gieße it zitternden ämde dem Großteil daneben, aber letztendlich halte ich eine Tasse mit heißem Kaffee in der Hand. Mit einem abgrundtiefen Seufzer nehme ich einen großem ersten Schluck und die Welt ist

schön. Ich liebe euch alle! Es gibt noch Wunder. Mit glücklich strahlenden Augen sinke ich-mit dem Rücken an der Wand- zu Boden. Es ist mir egal, dass ich mir gerade meine Zunge auf immer verbrannt habe und mich drei Schwestern, die ich

jetzt erst bemerke, mit offenen Mündern anstarren. Ich lächle ihnen dusselig zu. Jetzt ist mit alles egal. Dieses Happy End kann mir keiner mehr nehmen.

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4 Gedanken zu “Neulich in der Phonetikvorlesung II (letzter Teil)

  1. doch, halt, irgendwas ist hier merkwürdig…das Lächeln der Krankenschwestern ist gar nicht mitfühlender Natur sondern….. eindeutig gehässig!!!!
    HALT! STOP! NEIN! Das ist doch nicht – oder doch…ja, es ist koffeeinfreier Kaffe…verdammt, diese Teufel!

  2. Ach quatsch, selbst Krankenschwestern brauchen auch mla ne Dröhnung zwischendruch, der ist richtig schon doll koffeinhaltiog, der Kaffee.

    Sehr lustig geschriebene Story, die wir alle ejden Tag erleben ;-)

  3. Ach Tomi, in Dir schlummert ungeahntes Kreativ-Schreibpotential, das genutzt werden muss^^ Das nächste Mal darfst Du dann mitschreiben!^^Das wird lustig…;-)

    Anj: Danke, hat auch sehr viel Spaß gemacht. Und schön, dass DU Dich mit unserer Heldin identifizieren konntest;-)

  4. Ein Hoch auf die Koffeinsucht. :D..Ich wette ohne n schönen schwarzen Kaffee hätte Jette das nicht auf die Reihe bekommen :D….ich kenn se doch…Sehr produktiv während den Vorlesungen =)

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