Kissenspuren

Wie Du neben mir lagst und die Mundwinkel nach oben zogst im Schlaf.

Wie Du leise geseufzt hast und Dich auf den Rücken gedreht. Wie das Lichterkettenlicht auf Deine Haare fiel. Wie sich meine Hand auf Deine Wange legte und die rührenden Kissenmuster nachzog. Wie Du leise geschnieft hast und kurz die Augen aufgemacht. Wie ich immer gute Nacht sagte und Du mir immer nuschelnd auch. Wie Du Dich am Morgen nie erinnern konntest.

Wie ich das Licht ausmachte, mich auf die Seite legte. Wie Du schlafend an mich rangerutscht bist. Mich umkuschelnd. Einen Arm angenehm schwer auf meiner Hüfte. Wie Dein Atem meinen Nacken küsste.

Wie diese Nachtstunden immer meine Stunden waren.

Wie ich Dir am Morgen davon erzählte, wie Du gelächelt hast. Wie Deine Grübchen Grübchen wurden. Mit kleinen Kissenspuren unter dem linken Auge. Wie Du mir über den Kopf gestreichelt hast, aus der Bettdecke lugend, als Du gingst. Wie ich die Nase in Dein Kissen schmiegte und weiterschlief. Als Du gingst. Wie Deine Kissenspur an meiner Wange verblasst. Als Du gingst.

Wie ich die Mundwinkel nach oben ziehe im Traum.

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7 Gedanken zu “Kissenspuren

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