Picknickfieber im Kopf

Menschen mit Grill unterm Arm, auf dem zwischenzweiBäumenSeil mit den Armen rudernd und dem Beachvolleyball in der Luft sind in dieser Zeit in allen Parks anzutreffen. Darunter auch wir. Im Picknickfieber und mit jungfräulichem Grill, der stolz eingeweiht, mit Öl und Zitrone verwöhnt wird und liebevoll angefeuert.

Alles liegt auf den Decken oder im Gras. Wo man auch hinschaut – nackte Füße, ausgebreitete Arme, gerötete Wangen und ein sonnenverliebtes Grinsen in der Luft. Gespräche werden auf das Nötigste reduziert. Wenn die WG-Partnerin nicht gerade fröhlich-matt „BrutzelBrutzel“ vor sich hinmurmelt, schafft sie gradso ein „Ani, Du machstn Schatten auf meinen Arm!“ und wedelt mich schlapp aus dem Weg. Schließlich will ja jeder in Ruhe von der Sonne begattet werden.

Wenn man sich dann doch mal ein wenig bewegt, dreht man sich auf die Seite und schaut man dem Mädchen auf der Nebendecke zu, die so tolle Jongliertricks kann, und dann wieder auf die andere Seite, wo der Junge mit dem nackten Oberkörper und den schwarzen Haaren einarmigen Handstand probt. Ansonsten übt man kollektiv, die eigenen Jonglierbälle von der Schulter der Bauchliegenden den Rücken entlang und bis über ihren Po rollen zu lassen. Mit einem Schwung.

Und wenn abends die Grasnarben am Knie gezählt werden, weiß man, dass Sommer wird.

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8 Gedanken zu “Picknickfieber im Kopf

  1. Schöne Bilder im Kopf…Seit einigen Jahren haben sich die Frankfurter tatsächlich wieder das Mainufer zum Sonnetanken zurückerobert. Dort ,wo man vor vielen Jahren noch seine dreckigen Klamotten zur chemischen Reinigung reingegeben hätte, hängen nun kühlungsbedürftige Füße. Zwischen Bäumen ist in 30 cm Höhe ein Hochseil gespannt, andere trainieren an den Diavolosticks, der Keulenjongleur war wohl gerade in Urlaub, hinter uns eine bierfaßvernichtende Gruppe von Lässigkeitlern, von denen einer wiederholt die Instrumentalfassung von Radioheads „Creep“ auf der Klampfe zum zweitbesten gibt…wiederholt, aber an einem sonnengetränkten Sonntagnachmittag stört auch das nicht. Zum Abschluss dann noch zu einem der besten Eisdieler around…

    So sollte das hin und wieder sein…

  2. Anj: ich hoffe, er hat sich wieder erholt.

    puppe: na dann auf ein baldiges mal sonnig ins Gras hüpfen^^

    Kristof: oder aber man macht es nicht ganz so, wie tina erzählt und isst ihn nicht auf – obwohl das schon gängige Praxis ist – sondern reibt das Rost vorher mit Öl ein und später mit Zirtone das Fett wieder ab. Damit es so schön elsterhaft glänzt.

    lord: ach ja, sommer ist wirklich ganz nett.

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