Kusskunst

Ein Junge und ein Mädchen stehen an der Straßenecke. Vom Himmel betröpfelt. Als ein paar Passanten vorbeigehen, zieht er sie ein Stück zur Seite. Ein Stück näher an sich heran. Über ihnen Ahorn. Sie nimmt ihre Hände und formt mit ihnen eine Höhle um beide Gesichter, die sich näher kommen. Beim Kuss krabbeln sie in seine Haare. Die beiden lachen über Zugeflüsterte Worte und versuchen kichernd, einander zu küssen, und gleichzeitig in den Himmel in die Äste auf die Straße zu schauen. Das Mädchen legt lachgeschüttelt ihren Kopf an die Jungen-Brust und er seine grinsende Wange auf ihre feuchten Haare. Ein Hund schnüffelt im Vorbeigetrottetwerden an ihren Schuhen. Die Wolken üben Schafe. Das Mädchen und der Junge stehen noch so, bis ich sie aus dem Blickwinkel verliere. Im Vorbeigehen habe ich ein kleines Giggeln aus ihrer Luft geschnappt und in meine Hosentasche gesteckt. Heute abend werde ich es mir unter der Bettdecke ins Ohr legen und damit einschlafen.

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9 Gedanken zu “Kusskunst

  1. Jeder sollte so ein Giggeln mitbekommen, dann wird die WElt gleich freundlicher, weil alle sich ein kleines Grinsen aufs Gesicht holen können!
    Oder so.
    Wollt eigentlich nur sagen: Schon wieder so schöhön:-)

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