den anfang macht das ende

buch_zeichen

wenn die zeit des schmerzvollen andiedeckestarrens vorbei ist, gibt es eine kleine phase beim kranksein, die genießbar ist.
das ist die, in der man den lavendel aus dem elterngarten durchs fenster riechen kann. die, in der man langsam wieder hoffnung schöpft, doch nicht so jung sterben zu müssen. in der man sich langsam mit zwei kissen und einem zusätzlich starken arm aufsetzt im bett, und am teegetränkten zwieback nuckelt. die, in der man langsam anfangen kann, in die bücher zu kriechen, die man mitgenommen hat im delierium.

von seelenheilenden pferdebüchern, die mir früher vorgelesen wurden über sarah kuttners schreibergüsse bis hin zu literarischen kleinoden über das ende vom alphabet habe ich so einiges geschafft, zwischen mittagsschlaf und aufwachen und kartoffelbreiessen und einschlafen. und sie werden alle dort landen. den anfang mach das ende .

und jetzt werde ich mich ganz langsam an mein fenster stellen und gucken, wie sich der baum davor gemacht hat, während ich weg war. ich fürchte, er ist schon wieder ein stück gewachsen und ich habe es verpasst.

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6 Gedanken zu “den anfang macht das ende

  1. das kann man immer gebrauchen. und selbst wenn man sich den wunsch einfach in ein glas schraubt und dann wieder rausholt, wenn es nötig ist – passt also immer. danke

  2. Ooooh ja, das ist eine schöne Phase, in der man noch gerechtfertigt im Bettchen lümmeln kann, aber schon weider stark genug ist zum Lesen. Hab in meiner letzten Krankphase auch was verschlungen. Und das landet sich auch bald „dort“. :-)

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