berlin kurz

im bus 240. zwei touristen fragen, ob der bus zur frankfurter allee fährt. der dicke busfahrer bellt, dass der bus dahin fährt, wos vorne dran steht und lässt die türen zuschlagen.

für eine woche muss ich vier stunden früher als gewohnt aufstehen und durch die stadt fahren. stundenlang dabei treffe ich nie gesehene frühaufstehende menschenmassen, die sich halb schlafend an ihrem kaffee und der busstange klammern. niemand spricht, alles runzelt die stirn. ich hasse ebenfalls alles und jeden und drängle mich rücksichtslos zu meinem lieblingsplatz. wehe der, die da drauf sitzt.

dann heute schlurfe ich in den bus und zeige mein ticket vor.
da plötzlich schockt mich der junge fahrer mit einem fröhlichen
„guten morgen!“.
jetzt bin ich wach.
und überlege, immer so früh aufzustehen.
nur für ihn.

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