dem morgen entgegen

lautlos tanzt die katze von baum zu baum, wetzt übermütig ihre scharfen krallen an rauer rinde.
das fell vom wind zerzaust, die ohren gespitzt wartet sie auf einem ast sich niederstreckend.
blickt ihr entgegen mit nachtblauen augen.

immer wenn sie nah ist,
lässt sie sich fallen
zu ihr und reibt den kopf an ihrer hand.
gemeinsam streichen sie durch die nacht,
zerrupfen nachtnebel,
verwuscheln gras,
pirschen sich an
die dämmerung.

sie leckt den tau von ihren fingern.
innehalten.

dann setzt sie mit gewaltigen sprüngen
über das feld, voraus, voraus, voraus –
dem morgen entgegen!
:
ein schnurren hängt noch in der luft.

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6 Gedanken zu “dem morgen entgegen

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