
Die Freundlichkeit der Leute trifft Dich als Deutsche hart ins Gesicht. Wenn Dir der Tankwart breit lächelnd ein „wonderful weekend“ wünscht und Du lachst und dann merkst, dass er es wirklich ernst meinte, findest Du, dass Du nicht hierher gehörst.
Du musst Dir schleunigst eine Alternative für ohwowthisissocool ausdenken, weil es Dir mehr als dreimal am Tag aus dem Mund schlüpft. Beim Essen, beim Spazierengehen, beim Einkaufen.
Du wirst ab jetzt immer ein bisschen dümmer aussehen, weil Deine Augen ein Stück größer geworden sind. Weil Du es einfach nicht fassen konntest, Dich nicht sattgucken am Wald, den bemoosten Bäumen die echt so aussehen wie im Märchen, an den Farnen, der riesigen Natur um Dich herum, den Stränden mit angeschwemmten Holstämmen über die Du kletterst und an Deine Kindheit denkst und dann springst Du auch noch mit nackigen Füßen über Steine im Meer und könntest den ganzen Tag nur im Wald sitzen, an einen Baum gelehnt, den Blick in die Wipfelhimmel, zu Deinen Füßen zwei Squirrels und darauf warten, dass Dir Feenflügel wachsen. Schrecklich. Stell Dir vor, wieviel Arbeitszeit da drauf geht. Was man in der Zwischenzeit nicht hätte alles tun können. Und außerdem hängen an den Bushaltestellen keine Busfahrpläne. Furchtbar. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Furchtbar.
Die Geschichte der Hochzeit des Schwiegersohnes und sämtliche Familienprobleme des Flugnachbars und zwei schlechte Filme lang ist Vancouver weg von Berlin.
Du wirst Deine Freunde und Familie wirklich vermissen.
Vancouver ist echt doof.







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